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ortus organum Bd. 32
om348
Gustaf Adolf Mankell (1812 — 1880)
12 Sonaten für Orgel / Sonate Nr. 8 A-Dur
Herausgegeben von Siegfried Mangold

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om348
979-0-502342-61-6
Broschur, 56 Seiten
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten 27,00 EUR

Gustaf Adolph Mankell (1812 — 1880) wirkte ab 1836 bis zu seinem Lebensende als Organist an der Jakobskirche in Stockholm, war Mitglied der Schwedischen Musikakademie und erhielt dort 1859 als angesehener Orgellehrer eine Professur. Mankells Bemühungen um eine Anhebung des musikalischen Standards mündeten in die Einführung der École d’Orgue von Jacques-Nicolas Lemmens (1823–1881) in schwedischer Übersetzung als Lehrwerk des Konservatoriums. Im reiferen Alter verfasste Mankell innerhalb kurzer Zeit (von August 1874 bis Dezember 1877) zwölf große Orgelsonaten, die man ohne Weiteres als sein Opus summum betrachten darf. [...] Hinsichtlich der Gesamtanlage der Sonaten gibt es ein recht klares, klassisches Grundmuster, das Mankell aber undogmatisch variiert. Der 1. Satz ist grundsätzlich in Sonatenhauptsatzform gehalten. Das Hauptthema ist eher von motorischem Duktus und kontrastiert mit einem lyrischen Seitensatz, welcher auch auf einem schwächer zu registrierenden zweiten Manual gespielt werden soll. Als Schlussgruppe schreibt Mankell immer eine Fuge (über ein weiteres Thema). [...] Es folgt ein Durchführungsteil und schließlich die Reprise mit den ,klassischen‘ Tonartenfolgen — auch die Fuge der Schlussgruppe ist jeweils neu konzipiert und nicht einfach eine Transposition der Fuge aus der Exposition und sorgt für eine Coda-Wirkung. In den weiteren Sätzen verwendet Mankell nahezu alles, was zu seiner Zeit in einer Orgelsonate Platz finden kann: Adagio, Menuett mit Trio, Scherzo mit Trio, Choralvariationen, Solostücke für bestimmte Orgelregister (s.o.) usw. Auch „Pedal-Etüden“ und „Pedal-Soli“ (mit teilweise vierstimmigem Pedalsatz) sind zu finden. Ein Allegro-Finale der Form „Introduktion und Fuge“ schließt jede Sonate ab. Insgesamt umfasst jede Sonate fünf oder sechs Sätze. So ergibt sich ein Gesamtumfang zwischen 565 und 899 Takten pro Sonate (ohne Wiederholungen). Aufgrund ihres Ausmaßes, aber auch ihrem Wesen nach kann man Mankells Orgelsonaten durchaus als Vorläufer der französischen Orgelsinfonie betrachten. Jedenfalls gehen sie in mancherlei Hinsicht deutlich über die Orgelsonaten seiner Zeitgenossen hinaus.

Aus dem Vorwort von Siegfried Mangold

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