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"O dass ich tausend Zungen hätte" - Zwölf ausgewählte Lob- und Danklieder in Fassungen berühmter Gesangbücher der Barockzeit
Musikalisch eingerichtet von Axel Gebhardt
Herausgegeben von Hans-Otto Korth und Wolfgang Miersemann

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978-3-910684-17-1
84 Seiten, Hardcover mit Fadenheftung, farbige Abbildungen
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten 29,00 EUR

Lob und Dank an Gott sind – wie das Singen selber – seit ehedem von zentraler Bedeutung für Theologie und Frömmigkeit. Gerade Lob und Dank haben im jüngeren geistlichen Leben einen immer höheren Stellenwert erhalten; insbesondere das gemeinschaftliche Singen ist seit einiger Zeit mehr und mehr von diesen Themen geprägt. Zuweilen scheint es: kaum noch von anderen. 
Auch dieser Band widmet sich dieser wichtigen Thematik und bietet zwölf einflussreiche und bis heute allgemein bekannte protestantische Lob- und Danklieder des 16. und 17. Jahrhunderts, die – je nach Lied – in mindestens einer bis hin zu drei musikalischen Fassungen der Barock-Zeit dargeboten werden. So wird insgesamt ein Bestand von 20 Kompositionen als (ausgesetzte) Generalbass- und Chorlied-Sätze vorgelegt. Alle – mit einer Ausnahme – aus dem Umfeld des Freylinghausenschen Gesangbuches, Halle seit 1704, und der PRAXIS PIETATIS MELICA des Johann Crüger, Berlin seit 1640. Sie werden den musikalischen Fachmann wie Laien gleichermaßen ansprechen und auch von letztgenanntem unschwer zu bewältigen sein. Die Texte der Lieder sind nach den Quellen wiedergegeben und weder in irgendeiner Weise modernisiert noch gekürzt.
Das zugrundeliegende Konzept schließt ein, dass keines der zwölf Lieder nach seinem überhaupt ältesten Vorkommen wiedergegeben wird; in jedem einzelnen Fall also handelt es sich um eine jüngere Fassung. Ein sich anschließender Kommentarteil gibt Auskunft über die gewählten Fassungen, wobei Abweichungen untereinander wie auch zu ursprünglichen und anderen Versionen ebenso thematisiert werden wie Übereinstimmungen zwischen den dargeboten Varianten. Demgemäß sind auch die Begleittexte vornehmlich auf ein Fassungsverständnis der Lieder hin ausgerichtet.
Eine ausführliche Einleitung von Dr. theol. Marianne Schröter legt insbesondere die geistesgeschichtliche Lage des Aufblühens des Kirchenliedes in der Reformationszeit und dessen Ausstrahlen auf spätere Zeiten dar. Bildwiedergaben mit Bezug zum Inhalt, in erster Linie Wiedergaben aus den herangezogenen Drucken, vermitteln einen kleinen Eindruck in die Welt der Gesangbücher des Barock und runden das Bändchen ab.

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